Rechtsanwalt

KI im Rechtsbereich? Die wichtigsten Tools & lukrativsten Geschäftsmodelle

  • Künstliche Intelligenz (KI) erobert die Welt – und der Rechtsbereich ist keine Ausnahme. Verspricht sie doch, den mühsamen Alltag von Juristen zu erleichtern, Aktenberge zu lichten und den Paragraphendschungel zu durchforsten. Doch was genau steckt hinter dem Hype? Welche KI Tools lassen sich nutzen und welche neuen Möglichkeiten zur Umsatzsteigerung ergeben sich dadurch? 

    Unser Gastautor, Florian Hübner, Geschäftsführer der KI Agentur Startup Creator, wirft in diesem Blogbeitrag einen tiefen und umfassenden Blick auf die Möglichkeiten und Herausforderungen von KI im Rechtsbereich.

Es wird der aktuellen Stand der Technik beleuchtet, konkrete Einsatzmöglichkeiten vorgestellt und die damit verbundenen ethischen, rechtlichen und wirtschaftlichen Aspekte werden diskutiert. Im Anschluss folgen die besten Tools sowie eine Vorstellung der lukrativsten Geschäftsmodelle für KI Plattformen im Rechtswesen.

Chancen und Potenziale:

  • Effizienzsteigerung: Bye Research! KI kann Juristen von repetitiven und zeitaufwändigen Aufgaben wie Recherche, Vertragsanalyse und Aktenverwaltung befreien. So gewinnen sie mehr Zeit für die strategische Beratung ihrer Mandanten, die kreative Lösungsfindung und die Kernkompetenzen des Rechtsberufs.
  • Verbesserte Rechtssicherheit: KI kann helfen, Fehler zu vermeiden und die Rechtssicherheit zu erhöhen. Durch die Analyse von riesigen Datenmengen kann KI Muster und Trends erkennen, die für Juristen sonst nicht ersichtlich wären. Achtung: KI kann auch falsch liegen!
  • Zugang zu Recht: KI kann den Zugang zu Recht verbessern, indem sie juristische Informationen und Beratung leichter zugänglich und erschwinglicher macht. KI-gestützte Chatbots und Online-Plattformen können Rechtssuchende dabei unterstützen, ihre Rechte zu verstehen und ihre Anliegen selbstständig zu verfolgen. Viele Endnutzer nutzen jetzt schon ChatGPT & Co.

Die meistgenutzte ChatGPT App ist JuraGPT:

Dieser Chatbot wurde umfangreich mit allen deutschen Gesetzen und Rechtsprechungen trainiert und gehört damit zu den besten in Deutschland.

Die vorherrschende Plattform für Endnutzer ist allerdings Stand heute AI Lawyer:

Der Bot antwortet in Deutsch und ist für die ersten 24 Stunden kostenfrei.

  • Neue Geschäftsmodelle: KI kann neue Geschäftsmodelle für Kanzleien ermöglichen. So können sich Kanzleien auf neue Spezialgebiete fokussieren, die durch KI erst möglich werden, oder ihre Dienstleistungen effizienter und kostengünstiger anbieten. Darauf gehen wir am Ende ein.

Konkrete Einsatzmöglichkeiten:

1. Recherche: KI kann in Sekundenschnelle Unmengen an Gesetzen, Urteilen, Fachliteratur und Präzedenzfällen durchforsten und relevante Informationen zusammentragen. Dies spart Juristen wertvolle Zeit und ermöglicht eine schnellere und umfassendere Recherche.

2. Vertragsanalyse: KI kann Verträge auf Herz und Nieren prüfen und potenzielle Risiken, Widersprüche und Inkonsistenzen aufdecken. Dies kann zu einer höheren Rechtssicherheit und Vermeidung von teuren Rechtsstreitigkeiten führen.

3. Fallbearbeitung: KI kann Juristen bei der Fallbearbeitung unterstützen, indem sie Akten verwaltet, Fristen im Auge behält, relevante Dokumente und Informationen zusammenstellt und Schriftsätze automatisiert erstellt.

4. Prognose: KI kann mithilfe von Machine-Learning-Algorithmen Vorhersagen über den Ausgang von Gerichtsverfahren treffen. Dies kann Juristen helfen, ihre Prozessstrategie zu optimieren und das Risiko von Fehlentscheidungen zu minimieren.

5. Rechtsberatung: KI-gestützte Chatbots und Online-Plattformen können Rechtssuchenden erste Auskünfte zu Rechtsfragen geben und ihnen dabei helfen, ihre Rechte zu verstehen und ihre Anliegen selbstständig zu verfolgen.

Herausforderungen:

  • Ethische Fragen: Der Einsatz von KI im Rechtsbereich wirft ethische Fragen auf, wie z. B. die Frage der Transparenz und Nachvollziehbarkeit von KI-Entscheidungen, der Verantwortlichkeit im Falle von Fehlern und der Vermeidung von Diskriminierung durch Algorithmen.
  • Rechtliche Fragen: Der Einsatz von KI im Rechtsbereich muss mit den geltenden Datenschutzgesetzen und ethischen Standards in Einklang gebracht werden. Es bedarf einer klaren rechtlichen Regulierung, um die Sicherheit und Fairness von KI-Systemen zu gewährleisten.
  • Technische Herausforderungen: Die Entwicklung und Implementierung von KI-Lösungen im Rechtsbereich erfordert ein hohes Maß an technischer Expertise und finanziellen Ressourcen. Es besteht die Gefahr, dass kleine und mittlere Kanzleien von der Entwicklung abgehängt werden.
  • Qualifikation: Juristen müssen fit gemacht werden für den Einsatz von KI. Es bedarf einer neuen Generation von Juristen, die über die notwendigen technischen Fähigkeiten und Kompetenzen verfügen, um mit KI-Systemen effektiv zu arbeiten.

Aktueller Stand der Technik:

Es gibt bereits eine Reihe von KI-Tools, die im Rechtsbereich eingesetzt werden können. Einige Beispiele:

  • AI Lawyer: Die vorherrschende Plattform für Endnutzer ist Stand heute AI Lawyer: Dieses Tool kann Juristen bei der Recherche und Analyse von Rechtsfragen unterstützen. 
  • Der Bot antwortet in Deutsch und ist für die ersten 24 Stunden kostenfrei.
  • ChatGPT: Dieser KI-Chatbot kann Fragen zu Rechtsangelegenheiten beantworten.
  • Google Gemini: Als Alternative zu ChatGPT wird Gemini immer besser und stellt durchgehend auch Quellen bereit.

Großes Manko dabei: Oft halluzinieren die Tools und geben falsche Informationen. 

Das bringt uns zu den Geschäftsmöglichkeiten:

KI im Rechtsbereich bietet ein riesiges Potenzial für Startups und Unternehmen. 

Als innovatives Unternehmen können Sie aktiv an der Gestaltung der Zukunft des Rechts mitwirken, indem Sie innovative KI-Plattformen entwickeln, die den Rechtsalltag effizienter, sicherer und zugänglicher gestalten.

Hier einige Beispiele für lukrative Geschäftsmodelle:

  • Entwicklung von KI-gestützten Recherchetools: Diese Tools können Juristen bei der Suche nach relevanten Gesetzen, Urteilen und Fachliteratur unterstützen. Korrekte Quellenangaben sind Stand heute immer noch ein großes Manko.
  • Erstellung von KI-basierten Vertragsanalyse-Plattformen: Diese Plattformen können Verträge auf Herz und Nieren prüfen und potenzielle Risiken aufdecken.
  • Entwicklung von KI-Systemen für die Fallbearbeitung: Diese Systeme können Juristen bei der Aktenverwaltung, Fristenkontrolle und Schriftsatzerstellung unterstützen.
  • Bereitstellung von KI-basierten Prognosemodellen: Diese Modelle können Vorhersagen über den Ausgang von Gerichtsverfahren treffen und Juristen so bei der Optimierung ihrer Prozessstrategie unterstützen.
  • Aufbau von KI-gestützten Rechtsberatungs-Plattformen: Diese Plattformen können Rechtssuchenden erste Auskünfte zu Rechtsfragen geben und ihnen dabei helfen, ihre Rechte zu verstehen und ihre Anliegen selbstständig zu verfolgen.

Fazit
Der Bedarf an innovativen KI-Lösungen im Rechtsbereich ist groß und der KI-Markt in 2024 noch kaum erschloßen. 

Die KI Agentur Startup Creator kann Ihnen dabei helfen, Ihre Vision von einer KI-Plattform für Recht in die Realität umzusetzen.

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